I. Leseverstehen
Lesen Sie zuerst den Text, dann lösen Sie die darauf folgenden Aufgaben!
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- Schulkinder entdecken Natur
Wulsbüttel. Wenn Schulkinder zu Naturforschern werden wollen, dann sollten sie ihre Lehrer zu einer Klassenfahrt nach Wulsbüttel überreden. Denn dort warten Steinzeitwanderung, Floßbau, Sterne beobachten und viele weitere Erlebnisse auf die Gäste. Das malerisch an Wald und See gelegene Schullandheim ist vor 55 Jahren von Eltern und Lehrern für ihre Kinder gebaut worden.
Spaß mit den alten Tierrassen: Heimleiterin Britta Hofmann führt die Mädchen und Jungen über das 30 000 Quadratmeter große Gelände.
In einer Geschichte beispiellosen Engagements steht die Dreptefarm heute unter der Schirmherrschaft des Naturschutzbundes (Nabu) Bremen. Mehr als 6000 Übernachtungen zählen die Verantwortlichen für dieses Jahr – Tendenz: steigend.
Ferienfreizeiten und Klassenfahrten werden in Wulsbüttel zum puren Naturerlebnis. Auf 30 000 Quadratmetern Gelände mit Badeteich, Froschfarmsee, Kiefernwald und Streuobstwiese haben die Besucher alle erdenklichen Möglichkeiten, sich auszutoben und die Natur zu erforschen. Fußballtore, Kletterbäume, Spielgeräte und die Tiergehege locken die Kinder und Jugendlichen nach draußen. Ein großer, überdachter Lagerfeuerplatz lädt zum Stockbrotbacken ein.
„Die Kinder sind den ganzen Tag draußen in der frischen Luft und entdecken, was sie dort machen können“, ist Birgit Hartmann, Klassenlehrerin einer vierten Klasse der Friedrich-Ebert-Schule in Bremerhaven, begeistert. „Wir haben Eidechsen bestaunt, Sterne bewundert, Pilze und Käfer mit Lupen angeschaut, Hölzer geschnitzt und am Lagerfeuer gesessen. Und natürlich haben alle viel Spaß beim Füttern der Tiere.“ Fünf Tage lang verbringt sie mit 23 Kindern einer Grundschul- und einer Sonderschulklasse und zwei weiteren Lehrkräften in Wulsbüttel.
Die Gäste werden von Heimleiterin Britta Hofmann und fünf weiteren Mitarbeitern bekocht und betreut. Vollpension heißt jedoch nicht, dass die Kinder die Hände in den Schoß legen, ganz im Gegenteil: Es gibt Tischdienst, die Betten müssen selbst gemacht und der Fußboden gefegt werden.
Die liebste „Pflicht“ der Kinder ist das tägliche Füttern der vom Aussterben bedrohten Tierrassen. Die schlappohrigen Meißner Widderkaninchen lassen sich gern streicheln, die Bunten Bentheimer Schweine wühlen in der Erde ihres Auslaufs.
- Waldziege und Zwergesel
Es gibt Thüringer Waldziegen, Pommersche Landschafe, Hühner und Gänse, doch der „Hit“ bei den Kindern sind die Holländischen Zwergesel „Päppi“, „Alfi“ und „Klaas“. Sie werden gern von den Gruppen als Begleittiere mitgenommen und können sogar eine Kutsche ziehen.
Sünke Hofmann ist ehrenamtlicher Leiter des Heims und Geschäftsführer des Nabu Bremen. Seit elf Jahren leitet er die Ferienfreizeiten, zu denen sich jedes naturbegeisterte Kind anmelden kann und wendet dafür seinen Jahresurlaub auf. „Wenn ich die Kinder laut grölend durch den Wald laufen sehe, dann fühle ich mich in meine Kindheit zurückversetzt“, sagt der 40-Jährige, der in Wulsbüttel aufgewachsen ist. „Ich kenne die Gegend mit den Augen eines Kindes und weiß, wo man am besten ein Floß zu Wasser lassen kann.“ Das kommt den Schulklassen zugute, die verschiedene umwelt-pädagogische Programme buchen können.
- Dreptefarm Wulsbüttel
Das Haus mit 78 Betten dient als Schullandheim und für Ferienfreizeiten. Es wurde 1955 errichtet und wird vom Naturschutzbund Bremen verwaltet. Leitung: Sünke Hofmann.
Lesen Sie nun folgende Aussagen zum Inhalt des Textes!
Wenn die Aussage richtig ist, schreiben Sie daneben A.
Wenn die Aussage falsch ist, schreiben Sie daneben B.
Wenn die Aussage nicht im Text steht, schreiben Sie daneben C.
1. Die Schulkinder, die eine Klassenfahrt nach Wulsbüttel unternehmen, sind von dessen Natur fasziniert.
2. Das Schullandheim, das vor vielen Jahren für die Kinder gebaut worden ist, liegt in einer malerischen Gegend.
3. Heutzutage steht das Landheim unter dem Patronat der Stadtverwaltung von Bremen.
4. Die Kinder aus verschiedenen Bundesländern reisen sehr gern nach Wulsbüttel.
5. Für junge Naturforscher gibt es auch eine Möglichkeit, im Schulheim zu übernachten.
6. Das komfortable Gebäude des Heimes lockt die Kinder zu den Spielgeräten, Sportsälen.
7. Die Klassenleiterin der fünften Klasse der Friedrich-Ebert-Schule aus Bremerhaven betont, dass es sehr wichtig ist, so viel Zeit in der frischen Luft verbringen zu können.
8. Auf einem ziemlich großen Gelände mit einem Badeteich und Kiefernwald können sich die Kinder richtig austoben.
9. Es ist aber verboten, auf dem Territorium des Heimes die Tiere zu füttern.
10. Die Heimleiterin Britta Hofmann und ihre fünf Mitarbeiter sorgen für die Gäste des Schullandheimes.
11. Die reiche, vielfältige Tierwelt ist hier von Meissner Widderkaninchen, Thüringer Waldziegen, Pommerschen Landschafen, Holländischen Zwergesel usw. vertreten.
12. Unter der Leitung vom Geschäftsführer des Naturschutzbundes Bremen Sünke Hofmann werden umwelt-pädagogische Programme erarbeitet.
II. Lexikalisch-grammatische Aufgabe
Füllen Sie die Lücken aus und tragen Sie sie in Ihr Antwortblatt ein.
Das Afrikanische Viertel in Berlin
Im Berliner Stadtteil Wedding erinnern Straßennamen 1 _____ die koloniale Vergangenheit Deutschlands. Die Afrikanische Straße bildet die Hauptader des Viertels, in dem viele Straßen und Platze nach afrikanischen 2 _____ benannt sind, z. B. Togostraße, Kamerunerstraße. Das Afrikanische Viertel 3 _____ in Berlin bereits 1899: der Hamburger Tierparkbesitzer Carl Hagenbeck wollte das Terrain in einen exotischen Park verwandeln und dort afrikanische Tiere 4 _____. Die Plane scheiterten, doch das Viertel war geboren. Die Flache zwischen Togostraße, Petersallee und Ottawistraße schmückt eine Kleingartenanlage. Peter Hass gehört 5 _____ den wenigen Kleingärtnern, die geschäftig in der Anlage unterwegs sind. Für ihn und seine Frau ist die Kolonie eine Art zweite Heimat, im Sommer 6 _____ sie hier viele Tage und Stunden, erzahlt er. Um sich nach dem Spaziergang durch die Gartenanlage wieder aufzuwärmen, ist das Restaurant „Relais de Savanne“ in der Prinzenallee eine hervorragende Adresse. Das Lokal hat die geburtige Togolesin vor drei Jahren eröffnet, seitdem ist Assibi Wartenberg im Wedding 7 _____ geworden. „Menschen, Mentalitaten, Laden, hier ist alles afrikanisch“, sagt sie. „Wer Afrika sucht, der sollte in den Wedding kommen.“
1. a) nach b) von c) an d) über
2. a) Geländern b) Ländern c) Statten d) Städten
3. a) verstand b) bestand c) gestand d) entstand
4. a) fortfuhren b) vorfuhren c) hinfuhren d) abfuhren
5. a) samt b) nach c) mit d) zu
6. a) vergehen b) verbrauchen c) verbringen d) vergeuden
7. a) heimisch b) geheim c) heimatlich d) heimlich
Schreiben
Sie haben einen Brief von Ihrer deutschen Brieffreundin Johanna bekommen.
... Bald ist Weihnachten und meine ganze Familie versammelt sich, um dieses Fest
zu feiern. Wann feiert man Weihnachten in Russland? Wie feiert deine Familie das
Neujahr? Was möchtest du als Geschenk bekommen?
Schreiben Sie einen Brief, in dem Sie 3 Johannas Fragen beantworten.
Der Brief soll 80-100 Wörter enthalten.
Beachten Sie die üblichen Regeln für Briefformeln.
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